Lets go to wherever
chaste myblog

süßer vogel und so weiter. im winter.

die hellen bäuche gegen das zertretne blau ich kann nicht atem holen meine hände zittern so kalt und dann die stille hier im dunklen raum nur draußen lautes flügelschlagen hör ich stetig drinnen
I II III IV
andernorts

ich warte am morgen auf das gefühl von flüchtig sein, von schmetterlingszerrissenerhautgleichung. die restlichen stunden warte ich auf den morgen &
ich spreche zu oft von einem ich, das ein anderes ist.

ich bin nicht ehrlich, wenn ich schreibe: ich bin der text. er ist die geschichte, ist nicht ehrlich, überhaupt von einem er zu sprechen, wie das wort so weit weg hängt, irgendwo, die hand greift danach, man könnte es berühren, wenn man wollte, aber ich würde lügen, wenn ich schreibte: ich bin der text. du bist die geschichte, weil dieses sein dort wurzeln schlägt, wo man wurzeln in den himmel pflanzt, wo kein wasser und wo es ist, wie wenn ich sage: ich lecke schattenmorellen bis zum kern & dann so ein dialog vielleicht ein monolog, den mund in form gegossen, ihn gerade halten, dass er nicht ausläuft, es föhnt und er sagt, ich weiß und ich stoß mich an seinem, an deinem, an jemands ich, weil ich mir nicht vorstellen kann, wie es wäre, dich zu halten, wie es wäre, du im königswasser badend, dir so die haut abziehen und dann fragen, ist dir kalt, oder etwas blödes, weil ich mich nicht traue zu sagen, ich habe angst vor dem sommer, oder, ich trau mir nicht & dann wieder leerräume in die schatten der worte reißen, die du mir vor einem jahr geschrieben, ich schreibe und schreibe über dich hinaus über mich hinaus irgendwo in einen tag hinein, den man wie asche auf der fensterbank zu kreisen legen könnte, möchte mich doch nur in deinen atem legen, oder lieber: leg du dich in meinen, such dir eine heimat, du sollst sie bei mir finden. s. sagt, wünsche dir vogelfreies und sagt, um dich mache ich mir keine sorgen & dann: ich frage mich, ob es daselbe ist: dir schenke ich keine sorge, wäre das etwas liebes? hingegen nicken meine worte, womöglich würd ich auch noch so nicken. es fühlt sich an wie weinen & den tag voran schieben. früher hätte ich vielleicht geschrieben: du, ein wenig straucheln dabei, aber nicht knicken, und dann: wenn ich zu dir käme, wie nackt dürfte ich sein? jetzt sicher sein, selbst wenn du so die wirbelsäule mir durchs schlüsselloch gezeichnet hättest, ich hätte nicht nackt sein dürfen, keine frage nach dem ausmaß, ich hätte es nicht gedurft, für mich nicht. kein wimpernfall dem du.
jetzt bist du er. wenn du jetzt lächelst, werde ich nicht am grund der wasser sein, denn unter der oberfläche so verwischt etwas an der haut, das nie war, verwischt etwas in den händen, das nie festgehalten. ich möchte in ihm lesen wie in einem wasserzeichenbuch/es ist nicht lieferbar, womöglich passenderweise ins blau schraffiert: es ist vergriffen. wortwörtlich. und ich weiß jetzt, dass ich ihn nicht festhalten kann, es ist nur ein ausharren im tag schleppen, im nacht zerdrücken, obwohl diese schon ausgetrocknet am steg liegt, es tut weh, unter deine haut zu graben. ich wollte dir gestern, heute und morgen sein. wollte dir dein "du" sein.

jetzt: fingerreisen auf globus. ich weiß, dass ich jeden anderen an dir messen werde, auch wenn ich dich nie vermessen habe, aber licht keimt überall. ich wünsche mir so einen, bei dem man nicht nur in briefen nackt ist.
der sommer ist mir eine perspektive.

er und du, ihr habt gesagt: willst du das wirklich.
er und du, ihr habt gesgat: bist du dir auch sicher, dass du das willst?
und weil ich ja gesagt habe und es sich anfühlte wie nein, aber weil ich ja gesagt habe, ist es unrecht, wenn ich jetzt sage: wieso hast du nich gesagt, dass du meine schmerzlichkeit in deiner flüchtigkeit nicht bei dir hältst? &
auch ist es unrecht zu sagen: es hätte etwas geändert. ich wäre nicht schon früher in den dezember getastet, nur weil ich gewusst hätte, dass es früher oder später sowieso schneit. ich habe vergessen, dass mein nachhall schon von zwischenrufen gefiltert.
 

was weiß er denn vom süden und der hitze gleißend
und davon dass ein mensch im dunkeln offnen auges liegt

nadja küchenmeister

sterben im noch greifbarsein. sterben wegen des greifbarseins.
bedeutet sicherheit langweile, habe ich einmal gefragt. erst r., dann m., dann s., dann hat es m. in "das mit z." z. gefragt. nur auf mich hab ich vergessen. weil ich zweifelte am ich & jetzt rede ich wahr, wenn ich schreibe: ich möchte abschiedsspuren legen und weiß nicht, wohin.

12.6.09 19:48
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Zukini (24.6.09 09:20)
Ich freue mich auf deinen (auf meinen?) Brief und ich freue mich an jedem Wort. Du bist wunderbar.

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